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Können wir bitte aufhören uns über unsere Kleidergröße zu definieren?

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Hej ihr Lieben!

„Ich war schon immer eine 38. Jetzt wo ich Größe 40 trage fühle ich mich gar nicht mehr wohl. Das war immer meine größte Horrorvorstellung“, sagte eine Bekannte im Gespräch.

Reporterin zu einer Schauspielerin: „Und wie stehen sie zu dem Plus Size Trend?“, „Welche Diät haben sie zuletzt ausprobiert?“

Headline in der Zeitschrift „Schauspielerin hat dramatisch zugenommen. Ihr werdet nicht glauben wie sie heute aussieht.“

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STOP!

Geht es auch noch um etwas anderes in unseren Leben als um unsere Ernährung, einige Kilo zu viel und die dementsprechende Kleidergröße?

Vor allem bei uns Frauen wird ständig darauf geachtet und verglichen. „Hat sie nicht schon wieder zugenommen. Oh Gott!“ Ob auf roten Teppichen oder auch im eigenen Bekanntenkreis. Das Gewicht und unser Aussehen spielt immer eine riesige Rolle.

Wie kommt das nur?

Viel seltener höre ich solche Szenarien in Männerrunden beim Bier: „Ich glaube ich muss meine Ernährung umstellen. Dann passe ich endlich wieder in meine Lieblingsjeans.“  Oder wann wird mal über einen Mann berichtet der eine Kleidergröße zugenommen hat? Eher selten.

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Können wir nicht aufhören und an der Kleidergröße zu messen und zu verurteilen?

Ist es nicht viel wichtiger höflich zu sein? Respekt zu haben? Gute Leistungen zu erbringen? Smarte Lösungswege zu finden? Ein großes Herz und Hilfsbereitschaft? Gibt es nicht tausend andere Werte die eher im Vordergrund stehen sollten als unser Gewicht und unser Aussehen? 

Ich habe selbst schon erlebt, dass sich ein schlankes Mädchen mit mir am Strand verglichen hat um sich besser zu fühlen. Wie traurig ist sowas? Sich an dem Mangel oder Zuviel des Anderen Bestätigung zu suchen?

Die Frage ist nur, ob sie sich dadurch wirklich langfristig gut fühlen wird? Wahrscheinlich nicht. Das Bewusstsein für sich und seinen Körper beginnt wo ganz anders. Und zwar im eigenen Kopf. Ich würde nie im Leben darauf kommen mir am Strand eine dickere Person rauszusuchen und mich durch ihr Dasein besser zu fühlen. Ich habe für mich entschieden, dass ich mich mag. Denn ich habe nur diesen einen Körper! Natürlich kann der optimiert werden. Aber ich lebe im Hier und Jetzt und mag mich. Hier und Jetzt!

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„Du belügst dich doch selbst!“, höre ich öfters. Wie soll man sowas widerlegen? Ich weiß für mich, dass es so ist und ich mich nicht belüge. Mehr kann ich nicht tun. Und wozu auch? Es ist mein Leben und ich bin verdammt glücklich, dass ich so bin wie ich bin.

Es gibt natürlich Tage an denen würde man sich auch wünschen in jede Kleidergröße reinzupassen, vollere Wimpern oder ein schöneres Lächeln zu haben. Aber in diesen Momenten sollte man sich vor Augen halten, dass alles gut ist. Aufhören sich unbewusst zu vergleichen und sich bewusst machen was man alles hat. Und falls etwas fehlt, kann man daran arbeiten.

Für dieses Bewusstsein habe ich einige Jahre gebraucht, aber es lebt sich deutlich besser als je zuvor!

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Zurück zu dem Thema Kleidergrößen-Vergleich!

Kennt ihr dieses Schaubild mit 5 verschiedenen Frauen die alle das gleiche Gewicht haben und unterschiedlich Gr0ß sind? Es ist wahnsinn wie unterschiedlich ein Körper aussehen kann. Der eine hat breitere Hüften, der andere eine schmalere Taille und ein wieder anderer hat beim selben Gewicht eine andere Gesichtsstruktur/Form und wirkt deshalb schmaler oder breiter!

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Was ich sagen möchte: Liebt euch wie ihr seid! Und lasst niemals zu, dass andere euch klein oder schlecht reden aufgrund eurer Statur!

Können wir anfangen den anderen eine Chance zu geben. Menschen und vor allem Frauen, nicht sofort in ein passendes Vorurteil zu stecken, sondern ihnen die Chance geben sich zu beweisen?

 

Was sagt ihr? Geht es euch auch auf den Nerv nicht für das was ihr seid beurteilt zu werden, sondern nur danach wie ihr ausseht? Und was tut ihr damit es anders ist?

 

Eure Jules

Fotos: Ingrid 4 You

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9 Comments

  • Reply
    Jana
    26. Februar 2017 at 15:33

    Hallo Süße,

    es ist so verdammt schade, dass es immer wieder solche Posts geben muss. Sie stecken leider so voller Wahrheit.

    Das verrückteste ist, dass unser Umfeld nicht wahrhaben will, dass man sich auch mit Kleidergröße 50 (ich) schön fühlen kann. Dass man auch mit einem höheren Gewicht zum Sport gehen kann und Spaß daran hat. Aber dein Beispiel mit dem schlanken Mädchen, das sich mit dir vergleicht, erklärt eigentlich alles.

    Wir Menschen projezieren gern unsere Gedanken und Gefühle auf andere. Und wenn ich nicht in der Lage bin, mich so zu mögen, wie ich bin, dann kannst du es doch erst Recht nicht sein. Wir können Abweichungen von (unseren) Normen nicht hinnehmen, egal wie hirnrissig diese Normen auch sind.

    Behalte dir dein positives Körperbewusstsein. Und danke, dass du uns daran teilhaben lässt. :*

    • Reply
      Jules
      1. März 2017 at 16:18

      Hej liebe Jana,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar.

      Du hast so Recht mit dem was du sagst!
      Das werde ich machen! Und behalte du dir deine klugen Gedanken. Ich freue mich jedes Mal sie zu lesen!

      Liebste Grüße,
      Jules :*

  • Reply
    Grinsebacke
    26. Februar 2017 at 18:21

    Ich kann dir nur zustimmen Jules, du hast so Recht! Das Bild auf welches zu ansprichst, kenne ich leider nicht. Würde mich aber mal interessieren das zu sehen 🙂

  • Reply
    HeuteBinIchGrummelPeter
    26. Februar 2017 at 20:49

    „Du belügst dich doch selbst!“
    Doppelzitat quasi 😛
    Meiner Erfahrung nach sagen solche Sachen vor allem diejenigen Frauen, die viel dafür investieren schlank zu sein. Sie quälen sich mit Diäten und Sport, weil sie sich unsicher fühlen (was sie meist selbst noch gar nicht bemerkt haben) und/oder keinerlei Verständnis für andere Sichtweisen aufbringen können.
    Ich bin übrigens Kleidergrösse 38 und teile auch die Meinung, dass das Gewicht bzw. die Ausmaße unwichtig sind. Meine Freunde suche ich ja auch nicht danach aus. Und immer, wenn ich mal -ausversehen- einen fiesen Spruch über grössere Kleidergrössen raushaue, höre ich in mich rein, und stelle fest, dass ich mich gerade selber nicht schön finde, was nie was mit dem Gewicht zu tun hat. NIE 🙂

    Und dieses Geschlechterding… Das regt mich regelmässig auf. Frauen werden immernoch wie Beiwerk behandelt und es wird einem auch noch immer antrainiert, von den Medien, den Kollegen was auch immer. Das schlimmste finde ich da, dass ich leider auch manchmal so denke. Aber ich arbeite aktiv am Umdenken 🙂

    Ich möchte damit einmal sagen: Jules, Du bist so weise und obwohl ich die gleiche Meinung vertrete, werde ich von aussen und auch innen immer wieder in andere Richtungen gezogen und das ist einfach scheußlich 🙁

  • Reply
    Vanessa
    27. Februar 2017 at 8:57

    Und wie es solche Tage gibt.
    Abends vor dem Spiegel – kurz vor’m ausgehen. Haare sitzen nicht wie sie sollten, Make-Up ist fühl sich auch nicht richtig an und dann kommt die Figur. Hier und da könnte die Wange ein wenig schmaler sein und Oh Gott, was soll ich anziehen, was passt mir heute. Worin fühl ich mich wohl.

    Ich denk das kennt jeder von uns.
    Und wir sollten uns NIEMALS über unsere Kleidergrößere definieren – fail.

    Zum Glück ist in meinem Freundeskreis die Größe sowas von egal. Auch früher hatte ich damit nie Probleme, ein paar Kilos mehr zu wiegen als alle anderen. Akzeptiert wurde ich immer – mein Charakter hat einiges rausgeholt (nehme ich an).

    Toll das du das Thema ansprichst!

    LG Vanny <3

    http://vanessa-may-photography.blogspot.de

  • Reply
    Carmen
    27. Februar 2017 at 10:38

    Hallo, meine Freundin hat genau dieses Thema vor einer Weile auf die Spitze getrieben, als wir zusammen shoppen waren. Sie trägt Größe 36/38, wir waren in einem Laden, sie nimmt sich ein Oberteil vom Kleiderständer einmal in 36, einmal in 38 und verschwindet in der Kabine – nach einer Weile schau ich zu ihr in die Kabine und frag, wies denn aussieht, sie steht total frustriert drin, hat gerade die 38 an und jammert mir vor, dass sie das Oberteil ja so schön findet, aber selbst die 38 zu schmal ist und etwas eng sitzt. Ich hab mir dann die Frage erlaubt, ob ich es ihr schnell in 40 holen soll, das müsste ja dann passen, aber da war sie nur total entrüstet und meinte, dass sie doch nichts in 40 kauft, wenn sie sonst immer 36 oder 38 trägt.

    Mein Verständnis hielt sich sehr sehr in Grenzen, das sieht doch nachher kein Mensch, was für eine Größe das Oberteil am Ende hat, wenn es toll aussieht und gut sitzt, dann fragt da doch niemand danach, aber sie kann mit dem Wissen, eine 40 zu tragen offensichtlich nicht leben. Was soll ich als Plussize-Mädel denn dazu sagen? Ich trage im Durchschnitt 52/54, aber je nach Label kann es sein, dass mir auch mal 50 reicht oder ich 56 brauche, aber das juckt mich dann herzlich wenig, wenn mir etwas wirklich gefällt.

    • Reply
      Jules
      1. März 2017 at 16:16

      Hej liebe Carmen,

      wahnsinn! Einfach nur wahnsinn.
      Wenn man selbst eine größere Größe trägt ist man da einfach schon einiges gewohnt, daher stressen wir uns damit gar nicht so.
      Ich hoffe sehr, dass du deiner Freundin ein Vorbild bist und sie sich das Leben damit nicht weiter unnötig schwer macht.

      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebste Grüße,
      Jules

  • Reply
    bernhard Moersch
    27. Februar 2017 at 17:46

    Es kommt nicht auf die Kleidergröße an , sondern auf das Wesen das in ihr steckt??

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